Dass für Klimaschutz keiner zu grün hinter den Ohren ist, beweisen die Klimahelden 2011:
Das „Klima-Aktiv“-Projekt der Barfüßerschule nimmt das größte Problem ihres Schulhauses, eines schönen Fachwerkbaus, ins Visier: Die Heizungen lassen sich kaum regulieren und sorgen regelmäßig mit unnötig viel Wärme für Saunaatmosphäre in den Klassenzimmern. Ein Schülerteam wird, unterstützt von allen Klassen, das „Schulklima“ nun sorgfältig beobachten, dokumentieren, die Daten auswerten und dann gemeinsam mit dem Hochbauamt der Stadt sinnvolle Maßnahmen überlegen.
An der Regelschule wurde ein „Energieteam“ gegründet. Hier tüfteln Energie- und Umweltschülern aus allen Klassen kontinuierlich an Energiesparmaßnahmen für die Schule, von idealen Raumtemperaturen über Heizungen, die am Wochenende abgeschaltet werden, bis hin zu einem Stand-by-Betrieb im Computerraum. Auch Mülltrennung ist für die Goetheschüler Ehrensache. Jedes Schuljahr beschäftigt sich zudem jede Klasse mit einem Projekt für einen „Energietag“.
Zu einem ressourcenbewussten, nachhaltigen Lebensstil gehört auch eine gesunde Ernährung mit einheimischen Produkten, lernen die Erfurter Grundschüler. Ihren Durst wollen sie deshalb zukünftig mit regionalen Getränken löschen und diese mit selbst hergestelltem Sirup aus heimischen Pflanzen verfeinern, zum Beispiel aus selbst gesammelten Holunderblüten. Außerdem ist eine „Energie AG“ mit Eifer dabei, immer neue Energiesparmaßnahmen zu erarbeiten.
Das sind die Klimahelden 2010:
Der „Grüne E(c)khof“ ist ein echter Alleskönner: Mit diesem neuen Areal im Hof der Gothaer Regelschule „Conrad Ekhof“ wird es nach dem Projekt ihrer KlimaHelden zukünftig einen Platz zum Auftanken, Entspannen und Unterrichten geben. Das Kernstück bildet ein Pavillon mit Solardach, der als grünes Klassenzimmer fungieren kann. Zudem ermöglicht eine Wetterstation die praktische Klimabeobachtung. Ein Windrad erzeugt direkt auf dem Schulhof eine erneuerbare Energie.
117 elektrische Jalousien schützen die Fenster der Schmalkaldener Regelschule „Am Siechenrasen“. Bisher wurden alle routinemäßig täglich einmal geöffnet und geschlossen. Die Schüler klügelten eine individuelle Bedienung aus, die satte zwei Drittel weniger Energie verbraucht. Das vermindert Kohlendioxidausstoß – und spart der Schule viel Geld, das stattdessen in die Aufstockung der Bibliothek wandert.
Man muss nicht immer das Rad neu erfinden, um das Klima zu schützen. Mit vielen kleinen, leicht umsetzbaren und dabei sehr wirkungsvollen Ideen entlastet die „Salzmannschule“ jetzt unsere Umwelt. Zum Beispiel: mit einer Mitfahrerbörse für die Internatsschüler auf der Schulhomepage, mit Regenwasser für die Toilettenspülung oder mit chlorfreiem Recyclingpapier und beidseitigem Bedrucken beim Kopieren.
Wir gratulieren noch einmal herzlich und sagen: Hut ab vor so tollen Projekten!